Mehr Unfälle durch kürzere Prüfungszeit

So ein quatsch,

 

Der Prüfer ist Profi

Nur weil eine Prüfung etwas kürzer wird, steigen doch nicht automatisch die Unfallzahlen.
Ein Prüfer ist ein absoluter Profi. Er erkennt innerhalb weniger Minuten, ob du gut ausgebildet bist und sicher fahren kannst – oder ob du nur „auf Lücke“ gelernt hast.

Und mal ehrlich:
Das Gespräch direkt nach einer nicht bestandenen Prüfung möchte niemand wirklich führen.
Genauso wie nach einer bestanden Prüfung meist niemand hören will, was vielleicht nicht perfekt lief. Hauptsache bestanden – das versteht jeder.

Wenn es nicht geklappt hat, ärgern sich die meisten sowieso eher über sich selbst:
„Mist, das hatten wir doch gerade noch geübt!“

Was hat die Prüfzeit mit dem Ganzen zu tun?

Du bezahlst es mit.

Die Nachbesprechung ist ein offizieller Bestandteil der verlängerten Prüfzeit.
Das bedeutet: Mit der Einführung dieser Nachbesprechung wurde nicht nur die Prüfzeit verlängert, sondern gleichzeitig auch die Kosten der praktischen Prüfung deutlich erhöht.

Und geht es nicht genau darum, die Kosten für den Führerschein wieder zu senken?

Ein Blick auf die Zahlen zeigt deutlich, wohin die Entwicklung geht:

  • 2020 kostete die praktische Prüfung: 89,44 €

  • 2025 kostet sie: 129,83 €

Das ist eine Preissteigerung von 45,16 % in nur fünf Jahren.

Und jetzt kommt ein Punkt, über den ich eigentlich gar nicht anfangen möchte zu reden:
Du zahlst diese Summe immer – selbst dann, wenn nach 5 Minuten Schluss ist.

Warum längere Prüfzeiten eher schaden können

Ich glaube sogar, dass die längere Prüfzeit unfair ist.
Denn irgendwann lässt jeder Fahrschüler nach. Das ist völlig menschlich:

  • Du bist in einer Ausnahmesituation
  • Du bist gestresst
  • Vieles ist neu und ungewohnt
  • Manche Situationen lassen sich in Fahrstunden schlicht nicht üben

Denn:
Du kannst nicht jede mögliche Verkehrslage im Voraus erleben.
Wo ein Krankenwagen auftaucht, ein Radfahrer plötzlich fährt oder ein Parkplatz frei ist – das ist Zufall.

Diese Routine entsteht erst mit Fahrerfahrung, nicht durch eine „Extra-Runde“ Prüfungsstress.

Fazit:
Eine unnötig lange Prüfungszeit macht niemanden sicherer. Sie sorgt nur für mehr Stress – und für mehr Kosten.